Wussten Sie schon, dass…?

Kaffee macht uns nicht nur wach und munter, sondern schützt uns gleichzeitig auch vor diversen Krankheiten. Mit diesen Eigenschaften hat er sich seinen Platz bei den gesündesten Lebensmitteln der Welt redlich verdient und ist das am häufigsten verzehrte Getränk der Deutschen – noch vor Mineralwasser! Für was ist Kaffee eigentlich alles gut? Immer mehr Studien belegen die wundersamen Wirkungen des Kaffee-Genusses.

1. …Kaffee die Konzentrationsfähigkeit steigert

Kaffee ist eine der Hauptquellen natürlichen Koffeins. Wissenschaft und persönliche Erfahrung decken sich hier. Koffein wirkt sich positiv auf Aufmerksamkeit und Wachheit aus. Da Koffein im Körper verstoffwechselt wird, ist die Wirkung individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Dosis ist entscheidend.

2. …Kaffee den Stoffwechsel anregt

Kaffee, besonders der Wirkstoff Koffein, beschleunigt den Stoffwechsel, erhöht die Körperkerntemperatur, sorgt so für erhöhten Energieumsatz und hilft beim Gewichtsmanagement.

3. …Kaffee den Körper hydriert

Der Mythos, Kaffeetrinken entziehe dem Körper Flüssigkeit und schade somit der Gesundheit, begegnet uns sehr häufig. Tatsächlich kann Kaffee bei „Neulingen“ durch vermehrte Ausscheidung von Natrium und Wasser über die Niere leicht entwässernd wirken. Nach einer Eingewöhnungsphase von wenigen Tagen passt sich der Körper an. Kaffee trägt bei regelmäßigem Konsum positiv zum Flüssigkeitshaushalt bei , ähnlich zu Mineralwasser.

4. ….Kaffee nicht sauer macht

Ein weiterer Mythos besagt, Kaffee wirke sauer, was im Weiteren zu Übersäuerung des Körpers mit Folgeerkrankungen wie Knochenabbau/Osteoporose oder ähnliches führen könnte. Einerseits sind viele Wissenschaftler der Meinung, dass es schwierig bis unmöglich ist, bei normaler Nierenfunktion, d.h. ohne chronische Nierenerkrankung, den Blut-pH-Wert über die Nahrung zu beeinflussen. Andererseits bestehen Hinweise, dass die Messung des Urin-pH-Wertes, der nach Kaffeegenuss häufig „sauer“ ausfällt, eher irreführend ist. Die vermehrte Ausscheidung von Säuren, die im Urin gemessen werden, bedeutet umgekehrt, dass der Körper die Säure vermehrt ausscheidet, also Basen im Körper verbleiben.

5. ….Kaffee Krankheiten vorbeugt

Kaffee, mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen, wie Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und Koffein, kann das Auftreten von Krankheiten reduzieren. Dazu zählen besonders degenerative Erkrankungen des Nervensystems wie Alzheimer, Demenz und Parkinson. Ebenso trägt Kaffee zu einem verminderten Risiko für das Auftreten bestimmter Herz-Kreislauferkrankungen bei, darunter Diabetes mellitus Typ II, Arteriosklerose und Cholesterin-Erhöhungen. Eine Erhöhung des Blutdrucks kann gelegentlich vorkommen, ist allerdings nicht anhaltend und nicht schädlich. Bei Lebererkrankungen kann sich Kaffee-Konsum ebenfalls positiv bemerkbar machen. Diese Beobachtungen wurden hauptsächlich bei koffeinhaltigem Kaffee gemacht. Teilweise sind sie sogar ursächlich darauf zurückzuführen. Wir empfehlen daher zu koffeinhaltigem Kaffee zu greifen. Entkoffeinierter Kaffee ist zudem industriell bearbeitet und enthält damit auch weniger der anderen wertvollen Inhaltsstoffe.

6. …Kaffee zur Flüssigkeitsmenge zählt

Jahrelang wurde Kaffee zu Unrecht nachgesagt, dass er entwässern würde. Das ist zwar bei Kaffeeneutrinkern tatsächlich der Fall, diese Wirkung verflüchtigt sich jedoch nach kurzer Zeit. Somit kann man den täglichen Kaffee, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, getrost zur Flüssigkeits-Tagesmenge dazurechnen.

7. …Kaffee vor Krebs, Alzheimer und Parkinson schützt

Erst vor kurzem wurde in den USA eine neue Studie veröffentlicht, die belegt, dass Kaffee einen Schutzeffekt gegen Krebs in Brust, Blase, Niere, Darm und Leber, sowie gegen Altersdiabetes hat. Speziell für Kaffee wurde auch ein harnsäuresenkender Effekt nachgewiesen. Auch eine Anti-Alzheimer Wirkung wurde dem Kaffee bestätigt, da er hirnanregend wirkt. Mehrere Studien zeigten dass Kaffee auch vor Parkinson schützt.

8. …Kaffee ein Basenspender ist

Bei Urintests nach Kaffeegenuss zeigte das Indikatorpapier immer, dass vermehrt Säure enthalten ist. Daraus wurde vorschnell gefolgert, dass Kaffee eine saure Stoffwechsellage verursacht. Physiologisch ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: durch den Kaffee-Konsum gelingt es dem Körper, vermehrt bereits vorhandene Säure auszuscheiden. Kaffee ist somit wie der grüne Tee oder wie Gemüse ein wertvoller Basenspender.

9. …Sie Kaffee lieber mit Koffein genießen sollten

Eine aktuelle niederländische Studie aus dem Jahr 2010 bestätigt Kaffeetrinkern (bei einem Genuss von 2-4 Tassen pro Tag) einen Schutz vor Herzinfarkt. Fünf Jahre davor konnte in einer groß angelegten amerikanischen Studie bereits gezeigt werden, dass koffeinhaltiger Kaffee keine negative Wirkung auf Blutdruck, Pulsfrequenz, Blutzuckerspiegel und Cholesterinwerte hatte. Dagegen stiegen bei der Gruppe, die den entkoffeinierten Kaffee getrunken hatte, Risikofaktoren für Arteriosklerose an. Dies bedeutet, dass generell koffeinhaltiger Kaffee getrunken werden sollte. Zu viel Koffein schadet jedoch auch: es erhöht die Nervosität und bewirkt einen Kalziumverlust über den Urin. Koffeinkapseln sind abzulehnen, da hier die vielen anderen Wirkstoffe aus dem Kaffee fehlen und reine Koffeinkapseln die Insulinproduktion antreiben können.

Kaffee macht uns nicht nur wach und munter, sondern schützt uns gleichzeitig auch vor Krebs und Alzheimer. Mit diesen Eigenschaften hat er sich seinen Platz bei den gesündesten Lebensmitteln der Welt redlich verdient. Für was ist Kaffee eigentlich alles gut?

Trotzdem gilt: Die Dosis ist entscheidend

Auch mit diesen positiven Effekten sollte man ein Auge auf seinen Kaffeekonsum haben, denn eine zu hohe Dosis an Koffein kann auch schaden. Typische Symptome sind beispielsweise Nervosität, Unruhe, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Orientierend gilt hier die Empfehlung, den Kaffeekonsum unter 4 Tassen täglich zu beschränken.